03. Mai 2016

Arbeitnehmerempfang 2016

 

Nach der Eröffnung und zwischen den Reden rappten und begeisterten die Schülerbands  der Erich-Fried Hauptschule das Publikum. Michelle und Utku lasen kritische-nachdenkliche Texte über die moderne Arbeitswelt vor.

 

 

Die Redner, Bürgermeister Ulrich Roland und der DGB-Vorsitzende Ingo Wesselborg, sprachen die Jugend und deren Zukunft an. Geht es doch in erster Linie darum, die Notwendigkeit von mehr Solidarität und fairer Bezahlung für alle Arbeitnehmer einzufordern. Wem nützt es, wenn lebenslang Rentenbeiträge gezahlt werden und am Ende reicht die Rente vorne und hinten nicht.

 

Ingo Wesselborg betonte, dass es Notwendiger denn je sei, alle Flüchtlinge in Arbeit und Gesellschaft zu integrieren. Die Integration geht nur gemeinsam. Er fordert: Für ein Gelingen müssen die Rahmenbedingungen durch Politik und Wirtschaft geschaffen werden. Wir brauchen Investitionen in Schulen, Kitas, Polizei, Verwaltung und soziale Einrichtungen. Der jetzige Zustand gefährdet die Gesellschaft.

 

 

Eine Lehrerin der Erich-Fried Hauptschule berichtete über die Herkulesaufgabe, die ihre Kolleginnen und Kollegen an der Schule erbringen, die Schülerinnen und Schüler zu arbeitswilligen und fähigen Menschen zu erziehen. Auf ihre Frage nach seiner Zukunft antwortete einer ihrer Schüler: „Hartz IV und Schwarzarbeit.“ Der Schüler hat, wie viele seiner Mitschüler, nie erlebt, dass seine Eltern regulär arbeiten und Geld verdienen. Deshalb brauche sie (die Lehrerin) keine Statistiken zur Klärung der Frage, woher das Versagen komme. Ihre Aufgabe sei es, ihnen zu vermitteln, dass Arbeit normal und notwendig sei. Es braucht auch hier noch mehr Solidarität.

 

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