„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“ – wie viele Schülergenerationen wurden schon mit diesem Sinnspruch malträtiert? An vielen Gymnasien ist der Spruch immer noch in Stein gemeißelt, allerdings, wie es sich an diesem Lernort gehört, lateinisch: „Non scholae, sed vitae discimus“.

 

Dieses Seneca (4 vor Chr. – 65 n. Chr.) zugeschriebene Zitat soll im 106. der Briefe an Lucilius über Ethik (Epistulae morales ad Lucilium) stehen. Dort jedoch steht: „Non vitae, sed scholae discimus“. Seneca beklagte daher die mangelnde Vorbereitung auf das Leben durch die Schule. Leider verbinden viele ihr Leiden mit der Schule mit dem verdrehten Sinnspruch, der viele Jahrhunderte für folgsame Schüler und Schülerinnen, in späteren Jahren für folgsame Bürger, sorgte.

 

Schon als Kind fragen wir uns, was ist das für eine Welt, in der wir leben? Später dann zusätzlich, welche Interessen sich in unserer Gesellschaft durchsetzen oder auch nicht. Unsere gewerkschaftliche Bildungsarbeit versucht einen Gegenpol zur Politik der Herrschenden zu bilden.

 

Wir verstehen uns nicht als Dienstleister, die Ihre „Kunden“ mit mehr oder weniger nützlichen Informationen versorgen, sondern als gleichberechtige Kollegen im Prozess der Meinungsbildung. Die Leitlinie unserer Bildungs- und Informationsveranstaltungen ist: Das Erreichen friedlicher,  sozialer, gerechter und ökonomisch stabiler Verhältnisse, gute Arbeit, Chancengleichheit und Perspektiven für unsere Jugend.

 

Dafür arbeiten  wir u. a. im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben – DGB/ VHS" seit vielen Jahren mit der Gladbecker VHS zusammen.

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